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Golfclubs & -plätze

Vom Diemelstädter Camp aufs Grün

Besonderer Besuch auf der Kasseler Anlage: Sieben Jugendliche des Trainingscamps Diemelstadt, im Alter zwischen 13 und 17 Jahren, schnupperten kürzlich Kasseler Golfluft. Begleitet von Betreuer Sebastian Senff, erlebten die jungen Männer eine Premiere; keiner von ihnen hatte je zuvor ein Fairway oder Grün aus der Nähe gesehen.

Pro Andrew Winstanley erläuterte Hölzer, Eisen und die Schwungtechnik, bevor die Youngster selbst Gelegenheit erhielten, Bälle zu schlagen. Foto: Michael BaldDurchboxen im Leben e.V. heißt der Trägerverein, zu dem das Camp gehört. Von Lothar Kannenberg gegründet, wohnen dort 20 Jugendliche für ein halbes Jahr. In der Phase besuchen sie weder die Schule, noch absolvieren sie eine Ausbildung. „Es geht nur darum, im Camp zu leben, dem Alltag Strukturen zu geben, Aufgaben und Pflichten zu übernehmen“, erläutert die wirtschaftliche Leiterin, Ellen Pieper.

Viele von ihnen blicken auf eine turbulente Geschichte zurück, die mit Drogen und Alkohol zu tun hat. Delikte wie Diebstahl und Körperverletzung sind wenigen fremd, Vorstrafen und Aufenthalte in Heimen hat mancher hinter sich. „Die sechs Monate bei uns markieren häufig die letzte Chance, bevor der Knast droht“, so Pieper.
20 Betreuer sind in drei Schichten für die Youngster da. Sport steht auf dem Programm. Fuß- und Volleyball sind angesagt, geboxt wird in dem von Arthur Abraham gesponserten Ring.

Dem Golfsport, „dieser völlig anderen Welt“, so Michael Bald, Erster Vorsitzender des Vereins, begegneten die jungen Männer mit Neugier. Pro Andrew Winstanley stellte ihnen die Disziplin sowie die Anlage vor und demonstrierte einige Schläge, bevor es aufs Putting-Green ging. Im dortigen Parcours winkte ein Wettbewerb. Jeweils zu zweit maßen sich die Aktiven. Gesamtsieger Baron T. erhielt einen Golfball, den Winstanley signierte.

Die nächste Station waren die Abschlagmatten, wo der Pro unterschiedliche Schläger präsentierte. Dann hatten die Diemelstädter Gelegenheit, die Hölzer und Eisen auszuprobieren. „Klar, dass der Driver das meiste Interesse fand“, lächelt Pieper.

Die Newcomer lernten schnell. Viele Erfolgserlebnisse in Form weiter Schläge gab es. Johannes S. erwies sich als der Beste. Winstanley lobte: „Du bist ein großes Talent!“

Das Highlight folgte: die Fahrt in E-Carts über einige Bahnen. Samuel S: „Ein tolles Erlebnis!“

Winstanley verschenkte Bälle mit dem Logo des Clubs, verabschiedete die Gäste und wünschte ihnen Erfolg auf ihrem Weg – möglichst zurück, mitten in die Gesellschaft. Und Geschäftsführerin Andrea Klug verteilte Haribo-Tüten als Stärkung für den langen Heimweg…

 

 

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