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Golf-News

Schon bald sollen es sieben Plätze sein

Vier Flugstunden von Deutschland entfernt, entwickelt sich eine Golfregion, die eines Tages den bekannten Destinationen Costa del Sol, Costa de la Luz, der Algarve oder Mallorca Konkurrenz machen könnte: Neben den aktuell drei Soma Bay-Kursen Cascades Golf & Country Club, El Gouna und Madinat Makadi sind rund um Hurghada derzeit zwei weitere Plätze im Bau – und zwei zusätzliche Anlagen in Planung. „Das Zielgebiet rund um Hurghada wird in absehbarer Zeit über sieben veritable Golf-anlagen verfügen – nahezu alle mit Blick auf das Rote Meer und im Stil klassischer Desert Courses errichtet“, freut sich Dieter Hoffmann, Golfdirektor bei Robinson. Der neu eröffnete Madinat Makadi Course, 15 Transferminuten von Soma Bay entfernt, bietet mit seinem hervorragenden Pflegezustand und den olivgrünen Fairways aus Bermudagras hervorragende Spielbedingungen für Akteure aller Handicap-Kategorien. Das Greenfee liegt auf allen drei erwähnten Anlagen bei rund 80 Euro pro Person.

Gary Player gestaltet grandiosen Kurs
Die Cascades-Anlage umfasst den von Gary Player designten 18 Loch-Championship-Course, einen Neunloch-Kurzplatz und die Golfschule. Die Akademie wird von drei Trainern betrieben. Head-Professional Roger Gallagher und sein Team offerieren Einzeltraining und Gruppenkurse. „In fünf Tagen kann unter unserer Regie die Platzreife erworben werden“, so Gallagher.  Der Neunloch-Kurzplatz lockt mit äußerst gepflegten Par 3-Bahnen und sensationellen Grüns. Allerdings: Mit dem starken und böigen Wind zurechtzukommen, ist eine echte Herausforderung! Die Spielfreude perfekt machen würde es, wenn die Bahnen auch noch gut sichtbare Nummern erhielten und am jeweiligen Tee die Entfernungen zwischen Abschlag und Grün genannt würden. Aber das sollte  sich eigentlich ohne allzu großen Aufwand machen lassen…
Die letzte Bahn bietet eine schwere Aufgabe. Denn bei dem mitunter heftig wehenden Rückenwind ist ein sehr exakter, steiler Schlag gefragt, um das 145 Yards entfernte Inselgrün so zu treffen, dass der Ball nicht wieder am hinteren Ende des Grüns ins Wasser rollt. Vom Neunloch-Platz zum Championship-Course. Dieser hat seine klangvolle Bezeichnung verdient. Mitten in der Wüste gelegen, wurde der Kurs mit viel Liebe zum Detail angelegt. Allein die Art und Weise, wie die jeweils vier Abschläge pro Bahn aufwändig aufgebaut und eingefasst sind, darf als herausragend gelten. Großzügig angelegte Fairways münden in hervorragende Grüns. Konzentration ist stets geboten: Immer wieder kommt Wasser ins Spiel! Der Platz präsentiert sich anspruchsvoll, aber nicht unfair – sogenannte blinde Abschnitte, bei denen der Spieler ins Nichts schlägt, gibt es kaum.
Auch zwischen den Grüns und dem folgenden Abschlag haben die Bauherren nicht gespart. Kakteen und Pflanzen säumen die Wege und Abschnitte. Die Bahn 5 gilt als Signature-Hole. Direkt an der Küste des Roten Meeres entlang führt das Par 3-Loch. 170 Yards lang, offeriert es ein fantastisches Panorama. Wer den Schlag weit genug links ansetzt, ist auf der sicheren Seite. Da der Wind zum Meer hin bläst, wird jeder Slice oder rechts abdriftende Ball ein Opfer der Fluten… Bemerkenswert sind die Bahnen 9 und 18, die auf das imposante Clubhaus zulaufen. Einmal mehr heißt es: Vorsicht Wasser! Wer die Runde absolviert hat, wird auf der Terrasse mit grandiosen Blickfängen verwöhnt.Kurz: Es lohnt sich, dort aufzuteen! Spannend wird zu beobachten sein, ob die Häuser und Appartements, die nun nach und nach in der Nachbarschaft errichtet werden, in Zeiten der nicht mehr ganz so üppig sprudelnden Geldquellen ihre Interessenten sowie Käufer finden werden. Der Golfdestination wäre es zu wünschen. Denn sie hat eine Menge zu bieten und kann die Euros und Dollars dringend gebrauchen.

Sommerliche Bedingungen im Januar
Die Hotels von Kempinski, Cascades, Robinson und Sheraton bilden das Quartett, die sich zum Soma Bay Resort in der ostägyptischen Wüste am Roten Meer zusammengeschlossen haben. Hochbetrieb herrscht dort  von Anfang Oktober bis Ende April. Wenn in Mitteleuropa das Wetter schlechter wird und der Winter einsetzt, verzeichnet die sonnenverwöhnte Destination zunehmend mehr Gäste aus Skandinavien, England, Frankreich, den Benelux-Staaten, Deutschland, Österreich, Schweiz und Italien. Der Tourist lässt Kälte und Nässe hinter sich und erfreut sich an sommerlich anmutenden Verhältnissen. Die Golfer stellen in dem Zeitraum zwischen 20 und 30 Prozent der Gäste.
„Unser Haus haben wir im Mai 1999 eröffnet“, erläutert Hossam Adib. Nach den Worten des stellvertretenden Sheraton-General Managers greift die Architektur des imposanten Gebäudekomplexes Elemente des berühmten Karnak-Tempels in Luxor auf. Dem gepflegten Hotel sieht man kaum an, dass es bereits seit einer Dekade genutzt wird. „Nach und nach geben wir einzelnen Abschnitten ein Facelifting“, räumt Adib ein. In dem Rahmen sollen noch in diesem Jahr 14 weitere Suiten entstehen.
„Der Markt verlangt das“, unterstreicht der Manager, der sich bereits den einen oder anderen Golf-Schnupperkurs gegönnt hat. Sein Team besteht aus 356 Mitarbeitern – 353 davon sind Einheimische. Die 310 Zimmer des Sheraton-Hotel erreichen eine Belegungsrate von 63 Prozent. Um diese Auslastung zu halten, arbeitet sein Haus auf dem Golfsektor mit verschiedenen Touristik-Anbietern zusammen – etwa TUI, Thomas Cook und Swing-Golf. Adib: „Verschiedene Pakete, die Flüge, Übernachtungen, Halbpension sowie drei bzw. fünf Greenfees einschließen, bieten den Golferinnen und Golfern sehr attraktive Konditionen.“ Auch Gruppenreisen mit den jeweils eigenen Pros enthält das Programm. Nicht jedes der vier genannten Hotels verfügt über eigene Wellness-Einrichtungen. Insofern haben sich die Häuser darauf verständigt, dass ihre Gäste gemeinsam das Thalasso-Spa der Cascades-Anlage nutzen.

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