Die Plätze in Nordhessen und Südniedersachsen sind oft in hügeligem Gelände angelegt. Da kommt es häufiger vor, dass man den Ball aus einer Schräglage spielen muss. Es gibt vier unterschiedliche Schräglagen, von denen je zwei quasi „Geschwister“ sind: unter und über dem Ball sowie bergauf und bergab. Um das erste Paar geht es in dieser Ausgabe, das zweite ist im kommenden Heft Trumpf. Grundsätzlich ist es das Ziel bei Schräglagen, einen sauberen Ballkontakt zu erzeugen. Der Fehlschlag bzw. eine nicht erwünschte Flugkurve sollen vermieden werden.
Unter dem Ball: Liegt der Ball höher als die Füße stehen, so spricht man von einer Situation „unter dem Ball“. Ließe man alles neutral, so träfe man den Boden zu früh und der Ball flöge mit einer starken Linkskurve. Daher sind drei Dinge zu verändern, damit der Ball gut getroffen wird und gerade fliegt: 1. den Schläger kürzer greifen, 2. den Ball zur Mitte legen, 3. breit stehen und die Fußspitzen auswärts drehen.
Über dem Ball: Liegt der Ball tiefer, so heisst das „über dem Ball“. In der Lage toppt man den Ball häufig. Oder er fliegt nach rechts weg. Auch das kann man durch drei Anpassungen im Set-Up verhindern. Die Lage spielt sich schwerer; daher sollten Sie die Erwartung etwas runterschrauben. Die Anpassungen sind: 1. den Ball in die Mitte legen, 2. den Oberkörper über den Ball beugen, 3. die Fußspitzen nach innen drehen – wie beim Schneepflug.
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