„We serve.“ So lautet das Motto der Lions-Clubs weltweit. In der Tat, die Lions dienen und helfen. Ob in Kinder- und Jugendprojekten, bei der Unterstützung Sehbehinderter oder in Ländern der Dritten Welt – die Mitglieder engagieren sich dort, wo sie gebraucht werden. Im vergangenen Jahr spendeten Lions rund 450 Millionen US-Dollar und 76 Millionen Arbeitsstunden im Hilfsdienst für ihre vielen Projekte. Mit fast 1,4 Millionen Menschen rund um den Globus ist Lions Clubs International eine der größten Nichtregierungsorganisationen. Lions setzen sich ehrenamtlich für Menschen ein, die Hilfe brauchen. Sie kümmern sich um die Mitmenschen in ihrer Nachbarschaft genauso wie um Notleidende in aller Welt. In diesem Sinne knüpfen die Kasseler Löwen an ihre Erfolgsgeschichte an und planen für Samstag, 12. Juni, die vierte Auflage des beliebten Lions-Golfturniers. Als Veranstalter engagieren sich erneut die fünf Kasseler Lions-Clubs sowie der gastgebende Wilhelmshöher Verein.
Zahlreiche Unternehmen und weitere Spender unterstützen das Event. Insofern zeigen sich die Verantwortlichen zuversichtlich, einmal mehr einen großen Erlös zu erreichen, „der 2009 dem Förderverein der Carl-Anton-Henschel-Schule (3.500 Euro), dem Förderverein der Neuropädiatrie am Klinikum Kassel (2.000 Euro) und dem Zirkus Rambazotti (1.500 Euro) zugute kamen“, wie Dr. Oliver Schmidt vom Orga-Team erläutert. Das Turnier wird als offener Einzelwettbewerb nach Stableford laufen. Anmeldungen gehen an das Sekretariat in Kassel-Wilhelmshöhe. 75 Euro beträgt das Startgeld; es beinhaltet die Teilnahme, attraktive Preise, das kulinarisch hochkarätige Buffet – und das musikalische Entertainment nach der Runde. Letzteres verspricht, ein Knaller zu werden. Denn es gelang den Organisatoren um Frank Beisheim und Helmut Schmidt, den bayerischen Liedermacher Horst Eberl zu verpflichten – eine echte Sensation.
Trinkfeste Schotten & Ramba-Zamba
Klaus Pastor lobt den bayerischen Vokalartisten geradezu überschwänglich. Er sei das Beste, „was die deutsche Szene aktuell in Sachen Golfentertainment zu bieten hat“, unterstreicht der Sportjournalist, der sich in der Deutschen Medien Golf Gesellschaft, DMGG, engagiert. Eberl? Martina Eberl? Nein, mit dem aktiven Golfsport hat der Kreative bislang nichts am Hut. „Deutschlands einziger Golfliedsänger“, wie sich Horst Eberl auf seiner Internet-Präsentation unter www.tonstudio-edison.de/eberl bezeichnet, stellt „Heitere Geschichten und Lieder rund ums Golfen in Bayerischer Sprache“ vor und avanciert in Hochform schnell zum Highlight des Events. Unter Beweis gestellt hat der Stimmgewaltige das unter anderem am Rande der Bayerischen Meisterschaften der Steuerberater, beim Datev-Turnier, beim Hickory-Cup der Galeria Kaufhof und beim Berliner Pilsner-Cup der Brauerei Schultheiss. Seine CD „Des Golfers Wahnsinn“, bei der auch Nichtgolfer ins Schmunzeln geraten können, beschäftigt sich mit „Golfers Leid und Sängers Freud“, stellt den Pleiskirchener Barden vor, lässt die „Pokalflut“ hereinbrechen und hält ein „Zwiegespräch mit meinem Golfball“.
Der Superzahn spielt genauso eine Rolle wie die Traumfrau. Der „Leidensweg des Golfers“ wird schonungslos nachgezeichnet. „18 Löcher musst Du gehn“ weist nicht zufällig verblüffende melodische Ähnlichkeiten mit einem Erfolgs-titel Peter Maffays auf. Der „Superschlag“ fliegt über das Notenblatt, und aus Fredl Fesls „Nieder mit dem Freibier“ macht Eberl seine eigene Fassung. Seine zweite Scheibe nannte der Kreative „Golfertime“. Darin geht es um Robin, den überaus trinkfesten Schotten, die Stammvorgabe, das Handicap und ein Golfergebet. PRO-bleme sowie der PRO-Song berühren das segensreiche Wirken der Trainer, während sich jeder Aktive in der „Gefühls-Achterbahn des Golfers“ wiederfindet. „Ramba-Zamba im Golferbag“ erweist sich als fantastische Attacke auf die Lachmuskeln, bevor des „Golfers Nachtlied“ das Finale einleitet.
Zu ungelenkig für die Slalomtore
Horst Eberls künstlerischer Weg zeigt zahlreiche bemerkenswerte Wendungen auf. Der Zeugung im deutschen Nachkriegsfasching folgte im gleichen Jahr seine Geburt im Sternzeichen des Schützen, „was für mein weiteres Leben ohne größere Bedeutung blieb“, kommentiert der Sänger erleichtert. Die Erinnerungen an seine Kleinkinderzeit im oberbayerischen Kurort Bad Kohlgrub halten sich in Grenzen „und beruhen hauptsächlich auf Schilderungen von Menschen aus meinem damaligen sozialen Umfeld“. Es folgten die Schul- sowie Ministrantenzeit und „erste Kratzversuche auf der Geige“, was bei seinen Klassenkameraden eher Befremden, denn Bewunderung hervorrief… Sein Berufsziel, weltberühmter alpiner Skistar zu werden, scheiterte an zwei körperlichen Voraussetzungen. „Für die Abfahrt war ich zu leicht und für den Slalom zu ungelenkig“, räumt er ein. Eberls fußballerischer Ehrgeiz hielt sich ebenfalls in Grenzen. Zumeist wurde ihm die Rolle als Linksaußen zugedacht. Eberl erinnert sich: „Das war damals gleichbedeutend mit dem „Der lernt’s nia!“-Urteil“.
Der sehnliche Wunsch des Youngsters, auf die Höhere Schule zu gehen, quittierte sein Lehrer mit einer Ohrfeige – und der Bemerkung: „Bin ich Dir als Lehrer etwa nicht mehr gut genug, Du Rotzlöffel?“ Trotzdem gelang ihm der Übertritt in ein Allgäuer Gymnasium mit angeschlossenem Internat. In der Gemeinschaft pflegte Eberl weiterhin seine fußballerische Rolle als Linksaußen. Eberls militärische Laufbahn endete bereits bei der Musterung. Dort wurde er beim Wiegen mit 48 Kilogramm als zu leicht befunden. Sein Bedauern darüber „hielt sich in Grenzen“. Da seine sportlichen Erfolge die Damenwelt kaum beeindrucken konnten, beschloss der Bayer, Musiker zu werden – „in der Hoffnung, dass da mehr läuft“.
Die Rechnung sollte aufgehen. Speziell Lie-der von Georg Kreisler, Ulrich Roski, Schobert & Black, Reinhard Mey, Hannes Wader und Fredl Fesl imponierten ihm und fanden sich fortan in seinem Programm wieder. Dem Studium der Musik und Kunsterziehung folgte 1975 der Pleiskirchener Lebensabschnitt als Musiklehrer sowie 13 Jahre katholisch-musikalische Erziehungsarbeit im Studienseminar St. Altmann in Burghausen. Nach Schließung des Seminars entschied sich der Vater dreier Kinder 1991 dazu, sein Leben mit Musikunterricht zu finanzieren. Der Bau des Pleiskirchner Golfplatzes 1996 änderte das Leben des Sängers radikal: „Denn es entstand mein erstes Golflied, der Golfplatz-Blues“, blickt er zurück. Aufgeputscht von dem sensationellen „Ankommer“, komponierte er diverse Golflieder, die 2003 in seiner ersten CD gipfelten. Kein Wunder, dass Eberls „unglaublicher Erfolg“, nämlich Platz 1 der Pleiskirchener Golf-Charts, nicht das Ende der künstlerischen Fahnenstange markiert und er mittlerweile selbst nördlich des Weißwurst-Äquators eine große Fangemeinde hat!
Mit Interesse lese ich Ihren Bericht. Ich spiele seit 92 Golf (HCP 11,6) und mache seit 94 schon Lieder über Golf, die ausschließlich den Sportund die Golfer gut und witzig beschreiben. Klicken Sie doch mal auf die Homepage der ersten singenden Golferin Deutschlands: http://www.golflieder.de Da hören Sie auch Beispiele aus meiner aktuellen Golflieder CD. Viele Grüße und schönes Spiel wünscht Jutta Koch