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Golf-News

“Den Kontakt zu anderen Clubs suchen!”

Im Gespräch mit dem neuen Escheberger Präsidenten Hans-Jürgen Eskuche

eskuchegespraech„Als meine vordringlichste Aufgabe sehe ich es an, die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten wieder auf eine sachliche, produktive und zielorientierte Ebene zu bringen“, hebt Hans-Jürgen Eskuche hervor. Damit stellt sich der neue Escheberger Präsident einer Herausforderung. Im Interview erläutert er, wie er und sein Team an die Aufgaben herangehen wollen.

Herr Eskuche, was hat Sie dazu bewogen, für das Amt des Präsidenten zu kandidieren?

Ich bin seit der Gründung Clubmitglied und habe die Entwicklung mitverfolgt. Erlebt habe ich, wie der Club unter Präsident Bernd Behrens eine rasante positive Entwicklung nahm. Dann habe ich miterleben müssen, wie einige Jahre später die Ziele des Clubs – den Golfsport, die Jugend sowie Kunst und Kultur zu fördern – immer mehr in den Hintergrund traten. Mitglieder verließen den Club, die Stimmung war alles andere als positiv. Fragen stellten sich: Wechsele ich ebenfalls den Club? Oder kann man den Club wieder dahin bringen, wo er einmal war? In der Phase wurde ich von Mitgliedern und Freunden darauf angesprochen, mich für die Zukunft des Clubs zu engagieren. Viele haben mir ihre Unterstützung zugesichert und waren bereit, mit mir als Präsident in einem neuen Vorstand mitzuarbeiten. Wir entschieden uns für die nicht leichte Aufgabe, den Club wieder nach vorn zu bringen. Allerdings hätten wir uns nicht zur Wahl gestellt, wenn der bisherige Vorstand noch einmal angetreten wäre. Denn eine Spaltung des Clubs wollten wir auf jeden Fall verhindern.

Welche Akzente wollen Sie und Ihr Team in den nächsten drei Jahren setzen?

Wir wollen den Zweck des Clubs, wie er in der Satzung festgeschrieben ist – Förderung des Golfsports, der Jugend, der Kunst und Kultur – mit Leben erfüllen. Wir möchten unseren Clubmitgliedern mehr als eine sportliche Heimat bieten. Wir wollen, dass sich jeder wohlfühlt. Deshalb wollen wir wieder Veranstaltungen unterschiedlichster Art durchführen. Wir denken zum Beispiel an einen Jazz-Frühschoppen, an einen Kunst-Workshop und vieles mehr. Barbara Grochtdreis ist im Vorstand für Kultur und Veranstaltungen zuständig und hat viele gute Ideen – lassen Sie sich überraschen! Wir wollen uns nach außen besser darstellen. Denn wir haben einiges zu bieten. Die Aufgabe nimmt Albert Klein wahr, ein ausgewiesener Fachmann, der im Vorstand für Presse und Werbung zuständig ist. Nachdem die Container nicht mehr benötigt werden, wir haben ja inzwischen unser Clubhaus, wollen wir die Remise zum Marktplatz umgestalten. Dieses und alle anderen geplanten Projekte werden von Reinfried Reiser betreut, der im Vorstand für den Bereich Projekte zuständig ist. Einen besseren Spezialisten für diese Aufgaben kann ich mir schwerlich vorstellen. Zusammengefasst ist es unser Ziel, den Club nach vorn zu bringen.

Welchen Aufgaben wollen Sie sich im ersten Halbjahr 2009 widmen?
Das Ziel erreichen wir nur gemeinsam. Nur wenn Betreiber, Verpächter und Club zusammenarbeiten, können wir es schaffen. Deshalb ist es meine vordringlichste Aufgabe, die Zusammenarbeit zwischen den drei Beteiligten wieder auf eine sachliche, produktive und zielorientierte Ebene zu stellen. Da ich zu allen ein gutes Verhältnis habe und es gewohnt bin, schwierige Verhandlungen zu führen, bin ich zuversichtlich, dass wir uns schnell einig sind. Des Weiteren werde ich den Kontakt zu den Clubs in der Region ausbauen. Ich kann mir gut vorstellen, gemeinsam mit den anderen Clubs unsere Golfregion besser zu vermarkten. Dazu müssen Gespräche mit Reiseveranstaltern, Hotels, Fremdenverkehrsämtern und anderen geführt werden. Auch sonstige gemeinsame Aktivitäten kann ich mir vorstellen. Ich habe alle Präsidenten angeschrieben und sie zu einem gemeinsamen Treffen eingeladen – mal sehen, was daraus wird.

Worauf wird es dabei insbesondere ankommen?
Der entscheidende Punkt ist, dass alle Beteiligte guten Willens sind und sich vorurteilsfrei auf ein Gespräch einlassen. Letztlich kann jeder nur gewinnen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass die Clubmitglieder auf dem neuen Weg mitgenommen werden. Sie müssen zeitnah informiert und, wenn möglich, eingebunden werden. Es gibt erfreulicherweise genügend Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit dafür, dass ein Großteil der Mitglieder bereit ist, sich ganz persönlich zu engagieren.

Was nehmen Sie sich in Sachen Platz vor?
Da die Wasserversorgung ab diesem Jahr gesichert ist, können nicht nur die Grüns und die Abschläge, sondern sogar die Fairways bewässert werden. Das sind die besten Voraussetzungen, um das ganze Jahr über einen Topplatz zu haben. Wenn die Greenkeeper den Platz richtig pflegen, was Aufgabe der Betreibergesellschaft ist, und sich die Golfer an die Etikette halten, sollte es keinen Grund geben, sich über den Zustand des Platzes zu beklagen. Wahrscheinlich wird ein weiteres Wasserhindernis gebaut, das als zusätzliches Wasserreservoir genutzt wird. Die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen. Die Abschlagtafeln und Hinweisschilder zu den nächsten Abschlägen sollten nach und nach erneuert werden.

Inwieweit spielt das neue Clubhaus eine Rolle?
Kennen Sie einen Club, wo Sie von der Re-staurant-Terrasse aus über elf Bahnen schauen können? Ich kenne nur einen: unseren. Das allein ist Grund genug, zu uns zu kommen. Denn: Was gibt es Schöneres, als nach einem guten Spiel mit Freunden bei Sonnenschein auf der Terrasse zu sitzen, die Scorekarte auszuwerten und ein gepflegtes Bier, einen Wein oder Kaffee zu trinken und anderen Golfern zuzuschauen? Aber nicht nur Golfer kommen auf ihre Kosten. Auch Wanderer und andere Gäste sind willkommen. Unser Restaurant bietet Räumlichkeiten für Feiern jeder Art. Spezialitätenwochen, zum Beispiel Matjes-, Spargel- oder Wildwochen, kann ich mir genauso vorstellen wie Spezialitäten zu bestimmten Zeiten. Weiterhin können wir die Clubräume für die Ausstellungen junger Künstler nutzen. Ganz wichtig ist: Tue etwas und rede darüber!

Welche Ziele verfolgen Sie in sportlicher Hinsicht, welche im Hinblick auf die Jugendarbeit?

Spielführer Norbert Kreß wird gemeinsam mit den Captains der Mannschaften ein Konzept entwickeln, wie wir uns verbessern können. Da wir keine Spieler „kaufen“ können, müssen wir auf Verstärkung aus den eigenen Reihen setzen. Die jüngste Vergangenheit hat gezeigt, die Entwicklung geht eindeutig über unsere eigene Jugend. Ralf Schwantes, im Vorstand zuständig für die Jugendarbeit, hat es geschafft, talentierte männliche Jugendliche zu Hoffnungsträgern zu entwickeln. Bei Mädchen ist uns das leider noch nicht in diesem Maße gelungen. 2010 werden bei uns die Deutschen Mannschaftsmeisterschaften der Mädchen AK 18 durchgeführt. Das sollte einen Schub bringen.

Wie will Ihr Club neue Mitglieder gewinnen?

Mit professioneller Pressearbeit wollen wir auch bei Nichtgolfern bekannt werden. Der nächste Schritt sind „Gutscheine für Schnuppergolf“. Weitere Möglichkeiten sind: „Mitglieder werben Mitglieder“, „Aktionswoche Golf“, „Golf als Schulsport“. Da haben wir gute Ideen, die mit der Betreibergesellschaft abgestimmt werden müssen. Einigkeit besteht bei dem Ziel: Wir wollen neue Mitglieder gewinnen.

Rainer Lomen

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