Martin Kaymer: „Wenn es passt, komme ich wieder nach Waldeck“
Eines betont er immer wieder: „Nein, ein Star bin ich nicht.“ Ob beim Dinner, bei der Siegerehrung oder bei der Pressekonferenz – Martin Kaymer wird nicht müde darauf hinzuweisen, dass ihm sein phänomenaler sportlicher Aufstieg in Sachen Bodenhaftung nicht geschadet hat. Davon konnten sich die Teilnehmer des Waldecker ProAms im Frühjahr überzeugen. „Es war schön, so viele Freunde wiederzusehen“, betonte der Youngster am Edersee, dessen sportlicher Aufstieg als kometenhaft zu bezeichnen ist. Heute pendelt er nicht mehr von München nach Berlin und Köln. Mittlerweile führt ihn sein Turnierkalender zwischen Spanien, Amerika, China sowie Dubai hin und her. Und doch: Gewinnen ist für den Rookie des vergangenen Jahres nicht alles. „Ich will Spaß auf der Runde und an meinem Sport haben. Dann stellt sich der Erfolg von allein ein“, ist er überzeugt.
Ernie Els‘ charismatische, lockere Art auf dem Platz fasziniert ihn. „Und von Colin Montgommeries Professionalität im Umgang mit den Medien kann ich eine Menge lernen“, betont er. „Ich entwickele mich weiter und freue mich, die großen Turniere spielen zu können“, unterstreicht Kaymer. Sein großes Ziel ist es, „erneut beide Karten zu bekommen“, 2009 die großen Turniere sowohl in Amerika als auch in Europa spielen zu können. Seine sensationellen Erfolge haben den Golfsport in Deutschland stärker ins Interesse der Medien rücken lassen. Wer sind aus seiner Sicht diejenigen, die in seinem Windschatten den Weg nach oben schaffen könnten? „Ich glaube, Sean Einhaus, der derzeit an der Oklahoma State University studiert, und Stefan Groß aus St. Leon Rot haben gute Perspektiven und das Zeug dazu“, sagt er.
Die PGA of Germany kürte ihn kürzlich zum Spieler des Jahres. Und bezog Trainer Günter Kessler gleich mit in die Ehrung ein. ProAms wie das am Edersee machen ihm „viel Spaß“. Auch künftig will Kaymer drei bis vier solche Turniere pro Jahr in Deutschland spielen.
Ob er 2009 erneut in Waldeck aufteen wird? „Vielleicht. Wenn es in meine Turnierplanung passt, komme ich gern wieder“, so der Youngster diplomatisch. Bis dahin will er noch so manches Turnier gewinnen und sich unter den Top Ten der European Tour etablieren. „Das ist mein Ziel“, erklärt Kaymer. Wenn er sich seine Bescheiden- und Natürlichkeit erhält, dann hat er das Zeug dazu – einmal ein ganz großer Star am internationalen Golfhimmel zu werden. Ob er will oder nicht.
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